Der Photovoltaik-Markt in Deutschland hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Einbruch erlitten. Nach einer Reuters-Meldung sollen lediglich Photovoltaik-Anlagen mit einer Kapazität von deutlich weniger als 1000 Megawatt zwischen März und Mai installiert worden sein.

(Aktualisierte Fassung)
Zum 1. Juli steht der nächste Kürzungsschritt für die Solarförderung an. Allerdings könnte dieser nun ausfallen, da die Nachfrage auf dem deutschen Photovoltaik-Markt eingebrochen zu sein scheint. Die Bundesnetzagentur hat bislang nur Zubauzahlen für die Monate Januar und Februar veröffentlicht. Zwischen März und Mai seien deutlich weniger als 1000 Megawatt neu installiert worden, sagten mit den Zahlen Vertraute am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Dies werde voraussichtlich dazu führen, dass es keine weitere Kürzung der Solarförderung ab Juli geben werde, hieß es aus Regierungs- und Branchenkreisen weiter. Der Einbruch wird auf eine Verunsicherung in Folge der politischen Diskussionen um die Photovoltaik sowie auf Vorzieheffekte zurückgeführt. So waren 2010 Photovoltaik-Anlagen mit einer Kapazität von etwa 7400 Megawatt in Deutschland installiert worden. Die Bundesnetzagentur wollte sich zum Thema nicht äußern und kündigte an, erst in den kommenden Tagen weitere Zahlen veröffentlichen zu wollen.

Nach der Neuregelung der Solarförderung wird der Zubau bei Photovoltaik-Anlagen zwischen März und Mai auf das Gesamtjahr hochgerechnet. Anhand der zu erwartenden neu installierten Photovoltaik-Leistung wird dann der flexible Teil der jährlichen Degression auf die Jahresmitte vorgezogen. Die Photovoltaik-Einspeisetarife könnten so um bis zu 15 Prozent sinken. In diesem Jahr könnte sich nach dem massiven Einbruch der Nachfrage im ersten Halbjahr nun der Photovoltaik-Zubau in dem von der Bundesregierung gewünschten Korridor zwischen 3000 und 3500 Megawatt bewegen. Noch Anfang Juni war Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) von einer neu installierten Photovoltaik-Leistung von 4800 Megawatt in diesem Jahr ausgegangen, wie Reuters weiter berichtet. Dies hätte eine Kürzung der Solarförderung um sechs Prozent zum 1. Juli 2011 bedeutet.

Quelle: photovoltaik.eu

 

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