Ein Gebäude, das mehr Energie bereitstellt als es benötigt: Daran forschen zum Beispiel Studenten aus Darmstadt und Berlin – mit internationalem Erfolg

Energiesparen war gestern. Nun heißt es: Energie erzeugen – und zwar mit einem Plusenergiehaus. Der Begriff ist nicht festgeschrieben, und von außen erkennt man solch ein Gebäude unter Umständen auch gar nicht. Kurz gesagt erwirtschaftet ein Plusenergiehaus mit einer Photovoltaikanlage überschüssigen Strom und verzeichnet, etwa dank guter Dämmung, geringe Nebenkosten. So erreicht es unterm Strich eine positive Energiebilanz.

Noch gibt es solche Häuser nicht in Serie, aber es wird fleißig geforscht. Deutsche Wissenschaftler sind dabei auch international erfolgreich, etwa beim Wettbewerb „Solar Decathlon“ für studentische Forscherteams, den das US-Energieministerium seit 2002 jedes Jahr ausschreibt und der seit kurzem auch in der Alten Welt als „Solar Decathlon Europe“ stattfindet. Bei diesen Wettbewerben geht es um Häuser, die mit Solarenergie funktionieren. Studenten müssen sie entwerfen, bauen und betreiben. Und sie sollen energieeffizient, kosteneffektiv und natürlich schick sein. Deutsche Teams haben mit ihren Plusenergiehäusern mehrmals erste Plätze belegt, zum Beispiel mit dem „surPLUShome“ der Technischen Universität Darmstadt und dem „Living EQUIA“ aus Berlin.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/pluspunkte-durch-photovoltaik/1936600.html